Die Sendung mit der Maus: Special zum Thema Kinderpsychotherapie

Sendung mit der Maus Ankündigung Sendetermin 14.10.2018

Wir alle wissen, wie oft psychischen Störungen ein Stigma anhängt. Und gegenüber Behandlungen von psychischen Störungen gibt es viele Vorurteile und auch Ängste.

Deswegen ist es super, dass die „Sendung mit der Maus“ am 14.10.2018 über das Thema

„Psychische Störungen (v.a. Angststörungen) im Kindesalter, wie man Angststörungen behandelt und wie so ein Tag in einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie aussieht“

berichten wird.

Den Kindern und ihren Eltern wird einfach und sachlich erklärt, was eine psychische Störung ist und wo und wie man diese behandeln kann!

Vielleicht hilft diese Folge, dass Kinder und Eltern besser informiert sind und keine (oder weniger) Ängste mehr haben. Und auch, dass dieses wichtige Thema vielleicht in der Öffentlichkeit zumindest für eine Zeit diskutiert wird! Wenn dann diejenigen, die kinder- und jugendpsychiatrische und –psychotherapeutische Hilfe benötigen, diese früher in Anspruch nehmen, wäre ein großer Schritt getan!

Da diese Sendung nach Ausstrahlung voraussichtlich nicht in der WDRMediathek stehen wird, informieren wir vorab über diesen Sendetermin. Gerne vormerken und anschauen! Und weitersagen!

SENDETERMIN:
Sonntag, 14.10.2018 9.10 Uhr ARD 11.30 Uhr KiKa

Stressabbau durch Achtsamkeit

Sind Sie häufig mit Ihren Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft? Ist Ihnen das Wahrnehmen des Augenblickes, der Gegenwart abhanden gekommen? Spüren Sie eine innere Unruhe, können sich kaum auf ein Gespräch mit Ihren Kindern konzentrieren? Sind Sie körperlich angespannt oder immer in Bewegung?

Dann könnten regelmäßige, kurze Achtsamkeits-Übungen Ihnen helfen, wieder Entspannung und innere Ruhe zu spüren.

Probieren Sie es aus: Setzen Sie sich aufrecht hin, schließen die Augen und atmen 5 x  ganz bewusst ein und aus, in Ihrem Tempo … und achten Sie auf die kleinen Atempausen zwischen dem Ein- und Ausatmen.

Machen Sie diese Übung mehrfach am Tag, z. B.  wenn Sie an einer roten Ampel stehen,  in einem Wartezimmer sitzen und vor dem Einschlafen.

„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst im Augenblick und ohne zu urteilen.“ Jon Kabat-Zin

Belastende Kindheitserfahrungen und ihre Auswirkungen auf das weitere Leben (ACE – Adverse Childhood Experiences)

Videoanimation des Public Health Service Wales (Großbritannien) nun auch mit deutschen Untertiteln auf: www.daniela-lempertz.de, da unter der Rubrik ‚Fortbildung‚ anzuschauen. Gut und wichtig zu wissen für alle Eltern, Ärzte/innen, Therapeuten/innen, Pädagogen/innen, Polizisten/-innen, Feuerwehrmitarbeiter/innen, Pflegekräfte usw.

Dear colleagues from Wales – thanks a lot for the permission 🙂

„Behandeln statt Abwarten!“

Pilotprojekt unterstützt psychisch belastete Kindergartenkinder im Kreis Neuwied

Im Kreis Neuwied wird aktuell ein Pilotprojekt durchgeführt, welches posttraumatisch belasteten Flüchtlingskindern in Kindertagesstätten im Rahmen einer Gruppenbehandlung Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung der belastenden Erlebnisse anbietet.

Zum Einsatz kommt die EMDR – Methode (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), welche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2013) als eine der effektivsten Methode zur Behandlung von Traumafolgestörungen bewertet wurde.

Im Rahmen des Projektes „Behandeln statt Abwarten!“ werden zunächst Erzieherinnen geschult, erste Einschätzungen in ihren Kitas vornehmen zu können, ob ein Kind unter einer besonderen psychischen Belastung steht.

Hierbei bietet der Alltagstest für Kinder©, der hier zum Download zur Verfügung steht, eine erste Orientierungshilfe.

Dann erfolgt ein Diagnosegespräch und – das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt – weiterführende Diagnostik durch eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin.

Im nächsten Schritt werden die Behandlungsgruppen: jeweils 2 – 6 Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren zusammengestellt und hochfrequent über 5 Tage behandelt.

Ziel ist es, die Kinder so weit zu stabilisieren und zu behandeln, dass Integration, Kontaktaufnahme zu anderen Kindern, Lernen, Spielen und Entwickeln erleichtert und gefördert wird.

Therapeutische Leitung des Projektes:

Daniela Lempertz, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Vorstandsmitglied bei Emdria e.V., der Fachgesellschaft der EMDR Therapeuten in Deutschland.

Wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Studie:

Dipl. Psych. Franka Metzner und Dr. Kerstin Stellermann-Strehlow (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf).